SKETCHBOOK 2011
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Sketchbook – Painting vs. Photography

Im Zentrum der künstlerischen Arbeit von Peter Vahlefeld, steht das Spiel mit Bildern der Kunst und ihren Reproduktionsträgern. Anzeigen, Museumskataloge oder das Merchandising der Museumsshops werden, durch Übermalungen, zu Protagonisten seiner Bildinszenierungen. In diesen Skizzen ist die Faktur der übermalten Vorlagen Hauptthema. Pinselspuren und die Erhebungen des Malgrunds sind ihre Sujets. Die sehr pastose und selbstbezügliche Farbmaterie wird in den Studien durch Licht, Schatten und Blitzgeräte abstrahiert ohne ausgearbeitet
zu sein.
Dieses »Sketchbook« dient lediglich der »Impression« und ist die Möglichkeit eine Idee zu vermitteln, wie die Übermalungen eine Arbeitsweise durchlaufen, die wie Module eines Systems miteinander verbunden sind. Es sind Vorarbeiten für die Fotoabzüge, die in Großformaten, bis zu 3 Meter hinter Milchglas, weiß gerahmt werden – ebenso wie für die Malerei auf Leinwand oder Aludibond.
Bewusst gesetzte Lichtreflexe, Verblitzungen und das Brechen der Strahlen auf den Farbgebirgen, entwickeln sich in den späteren Fotoarbeiten zu einem »Malen mit Licht«. Die malerische Geste wird durch die extreme Vergrößerung ins Groteske überzeichnet und wirkt technischer und distanzierter als auf Leinwand.
So baut Peter Vahlefeld, in seinen späteren Arbeiten, eine komplexe Beziehung zwischen den unterschiedlichen Realitätsebenen und Medien auf, indem sich die Bilder in einer permanenten Dialektik zwischen Wirklichkeit, fotografischer Wiedergabe der Wirklichkeit und autonomer Bildstruktur der Malerei bewegen.
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